Es gibt inzwischen viele verschiedene Formen von Teilearbeit und Teiletherapie. Was verbindet diese und wie unterscheiden sie sich voneinander?
In dieser Reihe werde ich mich an einer Antwort versuchen. Ausgehend von einigen Leitfragen werde ich einen Überblick über verschiedene Teilemodelle geben und Besonderheiten unseres Ansatzes der der Integrativen Teilearbeit herausarbeiten.
Ausgangspunkt sollen folgende Fragen sein:
- Was ist der gemeinsame Ausgangspunkt der verschiedenen Ansätze?
- Werden in einem Teilemodell nur innere Anteile beschrieben oder auch eine Führungsinstanz? Wenn es eine gibt: wie wird diese charakterisiert?
- Geht ein Teilemodell von festen Kategorien aus oder geht es phänomenologisch vor? Weiß ich als Therapeut:in also, welche Art von inneren Anteilen ich zu suchen habe oder lasse ich mich davon überraschen, welche inneren Anteile dieser konkrete Mensch hat?
- Wenn Teile sich auf eine Weise verhalten, die destruktive Folgen hat – sieht man ihre Strategien als etwas zu Würdigendes an, das eine Bedeutung hat oder als etwas zu Überwindendes, das man abzutrainieren versucht?
- Fokussiert man auf Ressourcenorientierung und den Aufbau hilfreicher Gegenspieler – oder denkt man die Dynamik im inneren System von verletzten kindlichen Teilen und deren Wächtern her?
- Welchen Methodenkoffer nutzt ein Teilemodell, welche Herangehensweisen stellt es also für die konkrete Arbeit mit Klientinnen und Klienten zur Verfügung?
- Wird in der Arbeit mit Klient:innen ausschließlich mit einzelnen Teilen gearbeitet oder auch die Gesamtdynamik zu einem bestimmten Thema in den Blick genommen?
- Welches Konzept von ‚Heilung‘ wird vorausgesetzt?
- Wie verbindet sich Teilearbeit mit unterschiedlichen Therapierichtungen?
Viel Spaß beim Lesen!

